Indien: Endlich ein Land der Gegenwart? (2006)

Brasilien ist nicht das einzige Land, das darunter leidet, eine glänzende Zu- kunft, vielleicht eine rubmreiche Vergangenheit, aber immer eine erbärmliche Gegenwart zu haben. In diesem Zustand. Unterentw1cklung genannt, verhar. ren immer noch drei Viertel der Weltbevölkerung, nach mehreren Jahrhunder- ten Kapitalismus und vielen Jahrzehnten Entwicklung. Das Wort , Unterent-wicklung’ und die diese erklärenden Theoreme – Abhängigkeit und Imperia-lismus – sin nicht aus dem Diskurs der Sozialwissenschaften verschwunden. Sie waren war niemals Tell des Mainstream, spielten in den lyover unc 1970er Jahren aber eine erhebliche Rolle als Knitik an den orthodoren Moder-nisierungstheorien: Diese behaupten, dass freie Märkte und I der ungehinderte Euss von Warn und Kapital! Entwicklung erzeugten und Rückständigkeit be-endigten. Die Dependenztheorien dagegen bestanden darauf, dass Unterent-wicklung (nicht Rückständigkeit) das Ergebnis eben dieser Politik sei. In den etzten drei Jahrzehnten. 11 dem Make we neoliberale und rechte Positioner an Gewicht gewannen, wurden unter verschiedenen Vorwänden Debatten über Imperialismus, Abhängigkeit und Unterentwicklung an den Rand gedrängt.

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