Zunächst eine grundlegende Vorüberlegung: Die Expansion des Kapitalismus ist immer eine globale gewesen und immer auch eine polarisierende. Von ihrem Beginn an hat sie Zentren geschaffen und Peripherien. Es ist vor diesem Hintergrund problematisch, vom Imperialismus als dem letzten Stadium des Kapitalismus zu sprechen. Er ist ihm vielmehr immer einbeschrieben. Im Folgenden werde ich drei Konsequenzen dieses konstitutiven Zusammenhangs von Imperialismus/Zentralisierung und Kapitalismus skizzieren: 1. zur Bedeutung nationaler Souveränität kraft Entkopplung von der kapitalistischen Globalisierung; – 2. zur Bestimmung der gegenwärtigen Krise und ihrer geschichtlichen Einordnung; – 3. zur Analyse der den globalen Kapitalismus treibenden Dynamik.